Bei Operngroteske der Opera Factory Freiburg erfährt der Zuschauer endlich, was die Sänger und Sängerinnen wirklich denken und fühlen… Mit einem Augenzwinkern, lediglich fünf Sängern und absurden Texten wird hier das Genre Oper so richtig aufs Korn genommen. Reminiszenzen an das Theater von Samuel Beckett (Endspiel) oder Eugène Ionesco (Die kahle Sängerin) sind wahrscheinlich beabsichtigt. Der US-Amerikaner Tom Johnson (1939 – 2024) erschuf 1972 seine Viertonoper für Sopran, Alt, Tenor, Bariton und Bass. Dem Bereich der Minimal Music zugetan, besticht Johnson durch seine akribisch genaue Ausformung diverser Kompositionsmethoden, die er hier stets mit viel Humor anreichert. Das Stück wurde in unzähligen Sprachen in der ganzen Welt aufgeführt und im Mai und Juni nun auch in Freiburg. Die Opera Factory Freiburg zeigt in den 19 musikalischen Nummern und den Rezitativen dazwischen wird so ziemlich jedes Opernklischee bedient: Die launische Sopranistin, die zu nette Altistin, der selbstverliebte Tenor, ein nicht immer zählsicherer aber umso smarterer Bariton, ein verirrter Bass und natürlich die Musik von der Arie bis Quartett inklusive Rezitativen. Musikalische Leitung und Klavier: Klaus Simon.
Premiere am 23. Mai. 2025 im Musiktheater im E-Werk.
Weitere Aufführungen: www.holst-sinfonietta.de/opera-factory, Karten: BZ-Kartenservice, Telefon 0761 / 49 68 888 oder online unter reservix.de