Neuer Film über
Ingeborg Bachmann

Anlässlich des 100. Geburtstags von Ingeborg Bachmann präsentiert Regisseurin Regina Schilling mit ihrer Dokumentation INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR eine faszinierende und zugleich kluge Annäherung an eine der einflussreichsten Schriftstellerinnen des vergangenen Jahrhunderts.

Auf dem Bild sieht man das Gesicht von Ingeborg Bachmann in Nahaufnahme - Foto von 1969
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR: Portrait November 1969 (© Renate von Mangoldt)
Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) hört Musik und tanzt unbeschwingt dazu am Ufer des Tibers in Rom. (© Elliott Kreyenberg)

Die Filmemacherin Regina Schilling nimmt das Publikum mit auf eine poetische Entdeckungsreise, bei der die Entstehung von Kunst sichtbar wird: Die Schauspielerin Sandra Hüller taucht an einem fiktiven Tag in Bachmanns Leben ein und verleiht ihren Worten spürbare Intensität. Der Film verbindet auf raffinierte Weise improvisierte Spielszenen, historische Archivaufnahmen, Interviews und Bachmanns eigene Texte, um die wichtigsten Stationen ihres Lebens zu beleuchten – von der Kindheit im kriegs-geprägten Kärnten über den Aufstieg zur prominenten Persönlichkeit der Gruppe 47 bis hin zu den letzten Lebensabschnitten in Rom.

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) sitzt am Ufer des Tiber und liest eine ihrer Notizen. (© Elliott Kreyenberg)
Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) sitzt am Ufer des Tiber und liest eine ihrer Notizen. (© Elliott Kreyenberg)
Ingeborg sitzt an einem Tisch mit Stift und Papier und schaut direkt in die Kamera
INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR (© Herbert List/Magnum Photos/OSTKREUZ Archiv)

Der Weg ist geprägt von schwierigen Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch sowie dem ständigen Streben nach einer eigenständigen, kompromisslosen Sprache zwischen öffentlicher Anerkennung und existenziellen Herausforderungen. Dank Sandra Hüllers eindringlicher Darstellung und der gekonnten Zusammenstellung von Archiv-material wird Bachmanns sprachliche Kraft auf der Leinwand unmittelbar spürbar. INGEBORG BACHMANN – JEMAND, DER EINMAL ICH WAR bietet ein filmisches Porträt, das die Stärke und Verletzlichkeit einer Künstlerin würdigt, die sich jeglicher Vereinnahmung entzogen hat und deren Werk bis heute eine außergewöhnliche Strahlkraft besitzt.
Kinostart: 25.06.2026