Schwetzinger Mozartfest

Wenn sich vom 26. September bis 11. Oktober 2026 das Schwetzinger Mozartfest entfaltet, wird die kleine Mozartstadt erneut zum Treffpunkt für alle, die Kammermusik in ihrer konzentriertesten, unmittelbarsten Form erleben möchten. Zwischen Schlosskapelle, Jagdsaal und Stadtkirche verspricht das Festival eine Reihe von Sternstunden, die Mozarts Geist mit klanglicher Raffinesse und hochkarätigen Besetzungen lebendig werden lassen. Schon der Auftakt setzt ein Zeichen: Das Van Baerle Trio eröffnet gemeinsam mit Isabelle van Keulen das Fest mit jener Mischung aus kammermusikalischer Intimität und großer Ausdruckskraft, die Schwetzingen seit Jahrzehnten prägt.

Van Baerle Trio (c) Kaupo Kikkas

Es folgen das poetisch nuancierte Geister Duo, das traditionsreiche Vogler Quartett mit dem Klarinettisten Nikolaus Friedrich, das junge, vielfach ausgezeichnete Trio Adorno sowie das französische Quatuor Ardeo.

Geister Duo © Jean-Baptiste Millot
Quatuor Ardeo (c) Marc de Pierrefeu
Trio Adorno (c) Trio Adorno

Hinzu kommen solistische Akzente mit Markus Becker und Florian Hölscher, die das Programm um pianistische Perspektiven erweitern. Gerade diese Spannweite macht den Reiz des Festivals aus: Hier begegnen sich klassisches Repertoire, fein abgestimmte Ensemblekultur und individuelle Handschriften auf engstem Raum. Kammermusik erscheint beim Mozartfest nicht als Nebenschauplatz, sondern als Herzstück des Festivals – als Kunst des Zuhörens, des Atmens, des musikalischen Gesprächs. Besondere Aufmerksamkeit verdienen in diesem Jahr zwei Konzerte des Duo String- Breeze, die zugleich das Instrument des Jahres 2026, das Akkordeon, ins Rampenlicht rücken.

Duo String Breeze © Sören L. Schirmer

Unter den Titeln „Tanz durch die Epochen“ und für die Kleinsten „Eine magische Tanzreise“ zeigt das Duo, wie selbstverständlich sich das Akkordeon in kammermusikalische Kontexte einfügt – farbenreich, rhythmisch vital und überraschend wandlungsfähig. Dass ein Instrument, das lange eher mit Volksmusik oder Tango assoziiert wurde, in Schwetzingen als gleichberechtigter Partner feiner Kammermusik auftritt, ist ein ebenso kluger wie zeitgemäßer Akzent. So präsentiert sich das Schwetzinger Mozartfest 2026 einmal mehr als Festival der feinen Töne: traditionsbewusst im Mozart-Bezug, offen in der Programmgestaltung und besonders stark dort, wo Musik im kleinen Format ihre größte Intensität entfaltet.

 Weitere Informationen: www.mozartgesellschaft-schwetzingen.de