Stella Hamberg

Robert Jacobsen Preis der Stiftung Würth 2026.

Die in Brandenburg lebende Bildhauerin Stella Hamberg geboren 1975 in Friedberg (Hessen), absolvierte eine Ausbildung zur Steinbildhauerin und studierte an der Hochschule der Bildenden Künste in Dresden. Das Thema ihrer künstlerischen Ausdrucksform im klassischen Medium Bronze ist der Mensch. Die Betonung des handwerklichen Aspekts in der zeitgenössischen Bildhauerei verbindet Stella Hamberg mit Robert Jacobsen.

Stella Hamberg mit ihren Skulpturen im Museum Würth 2 © Stella Hamberg; Foto: Ufuk Arslan

„Stella Hamberg steht seit den 2000er-Jahren für eine unerschrockene Art der Bildhauerei, in der sie archaische Ursprünge (Antike) mit der physischen Präsenz des menschlichen und tierischen Körpers im Hier und Jetzt verbindet. Mit ihren überlebensgroßen Bronzefiguren, wie den ‚Berserkern‘, prägt sie das Medium der figurativen Skulptur mit einer intensiven, fast impressionistischen Formensprache“, begründet die Jury des 16. Robert Jacobsen Preises ihre Wahl. Und weiter: „Ihre Werke verzichten bewusst auf erzählerische Eindeutigkeit und eröffnen so vielfältige Assoziationsräume.

Kraftvolle, ausdrucksstarke Bronzen, die vielschichtige Assoziationsräume entstehen lassen, prägen ihre künstlerische Handschrift: im Skulpturenpark zu sehen ist u.a. die Skulptur „Beerserker“ © Stella Hamberg; Foto: Ufuk Arslan

Über den Preis: Nach dem Tod des Bildhauers Robert Jacobsen im Jahr 1993 hat die Stiftung Würth in Kooperation mit dem Museum Würth den Robert Jacobsen Preis ausgelobt, der alle zwei Jahre an zeitgenössische bildende Künstler vergeben wird, um an das Werk und den Einfluss Robert Jacobsens zu erinnern. Den dänischen Bildhauer und den Unternehmer und Kunstsammler Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth hatte nach einem ersten zufälligen Aufeinandertreffen in den 1970er-Jahren eine langjährige Freundschaft verbunden. 1991 hatte Jacobsen auf dem Vorplatz des neuen Verwaltungsgebäudes der Würth-Gruppe seine größte Skulptureninstallation fertiggestellt, die seither das Erscheinungsbild der Konzernzentrale prägt. Der Robert Jacobsen Preis ist mit 50.000 EUR dotiert.

Werkpräsentation im Belvedere im Museum Würth 2, Künzelsau und im Würth Skulpturengarten bis 8. November 2026