Bachwoche 2019

»Bach im Dialog mit Telemann« lautet das Thema der Bachwoche 2019 in Stuttgart, ausgerichtet von der Internationalen Bachakademie. Sie findet  vom 14. bis 21. März an verschiedenen Orten Stuttgarts statt.
Im Zentrum steht die Arbeit am geistlichen Repertoire beider Komponisten: an der Johannes-Passion von Georg Philipp Telemann sowie an Kantaten, in denen Bach und Telemann jeweils denselben Text vertont haben. Dazu gibt es Meisterkurse im Sologesang sowie Kurse in Chorgesang und Orchesterspiel für internationale Nachwuchsmusiker aus aller Welt. Gemeinsam werden sie darüberhinaus im Jungen Stuttgarter Bach-Ensemble (JSB Ensemble) musizieren und auftreten. Dazu lädt die Bachakademie zu öffentlichen Probenbesuchen, zu moderierten Werkstattkonzerten, zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen mit Experten aus der Bach- und der Telemannforschung.

Hans-Christoph Rademann(c) Holger Schneider

Das Geburtstagskonzert für Bach am 21. März widmet sich Bachs Johannes-Passion. Aufgeführt wird es von der Gaechinger Cantorey unter Akademieleiter Hans-Christoph Rademann. Die Johannes-Passion hat eine besondere Stellung in Bachs Gesamtwerk: Sie ist sein einziges Werk ohne definitive Fassung, eher ein ständiges »work in progress«, an dem er nahezu seine gesamte Leipziger Zeit (zwischen 1724 und 1749) gearbeitet hat. Entschieden hat sich Akademieleiter Hans-Christoph Rademann für deren vierte Fassung. Kurz vor Bachs Tod entstanden, verkörpert sie eine Rückbesinnung auf die erste Fassung, angereichert mit einem größer besetzten Instrumentalensemble: genau das richtige Geburtstagsgeschenk für den Namenspatron der Bachakademie, das überdies im Sommer auf CD eingespielt werden wird.
Das Sonderkonzert zu Bachs 334. Geburtstag findet im
Forum am Schlosspark, Ludwigsburg statt.

Zehn Dozenten

Neben dem Akademieleiter Hans-Christoph Rademann und dem Ensembleleiter Jos van Veldhoven wirken Kathy Romey als Dozentin für Chor, Dame Emma Kirkby, Kai Wessel, James Gilchrist und Peter Kooij als Dozenten für Gesang, Andreas Helm als Dozent für Bläser, Stephan Mai als Dozent für Violine und Streicher sowie Jaroslaw Thiel als Dozent für tiefe Streicher und Continuo mit.

Sieben Konzerte

In der Stiftskirche wird die Bachwoche mit Georg Philipp Telemanns Johannes-Passion von 1745 feierlich eröffnet: Die Solisten der Meisterkurse treten in den elf individuellen Arien des Werks hervor, während dem Chor des JSB-Ensembles unter Hans-Christoph Rademann zwei große Chorsätze, kontemplative Choräle und lebendige Turba-Chöre Gestaltungsraum bieten (14.3.).

In den vier Werkstattkonzerten geht es jeweils um eine Bach- und eine Telemann-Kantate, in denen beide Komponisten denselben Text vertonen. Christoph Rademann (16.3. und 17.3.) und Jos van Veldhoven (18.3. und 19.3.) zerlegen die Stücke in einzelne Teile, Solisten der Meisterkurse und das JSB-Ensemble sorgen dazu live für Hörbeispiele. Anschließend werden jeweils beide Kantaten wieder zu einer Gesamtaufführung zusammengesetzt.

Das Abschlusskonzert der Bachwoche zeigt die Nähe von Bach und Telemann auf: Neben einer Bach- und einer Telemannkantate wird von Solisten der Meisterkurse und dem JSB-Ensemble die Kantate »Gott der Hoffnung erfülle euch« musiziert. Früher fälschlich Bach zugeschrieben, wurde das Werk inzwischen von der musikwissenschaftlichen Forschung eindeutig Telemann zugewiesen. Die Leitung in der Markuskirche teilen sich Hans-Christoph Rademann und Jos van Veldhoven (20.3.).

Karten und Auskunft: Tel.: 0711 619 21 61 und karten@bachakademie.de
Weitere Infos: www.bachakademie.de

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