Die Macht der Worte – Maßgeschneiderte Programme schlagen Brücken zwischen dem gesprochenen Wort und den darstellenden Künsten: Das ist der Kern des SPOKEN ARTS FESTIVALS, das 2026 in seine vierte Runde geht. Vom 12. bis 17. November bespielt es sechs Tage lang verschiedene Bühnen in Stuttgart.

Angesichts schwieriger politischer und wirtschaftlicher Verhältnisse kommt den Künsten eine besondere Schlüsselrolle zu: Sie vermitteln, machen Mut, fördern Verständigung und geben Menschlichkeit und Demokratie eine Stimme. In diesem Sinne hat die neue künstlerische Leiterin Bettina Hering das Programm 2026 konzipiert. Es steht unter dem kämpferischen Motto „Hoffnung verlangt nach Handlung“ – nach einem Zitat der US-amerikanischen Autorin und Aktivistin Rebecca Solnit: „Hope calls for action.“
Mit ihrer langjährigen Erfahrung bei bedeutenden Literaturfestivals und ihrer prägenden Tätigkeit als Schauspieldirektorin der Salzburger Festspiele zählt die Intendantin, Dramaturgin und Regisseurin Bettina Hering zu den richtungsweisenden Persönlichkeiten der internationalen Bühnenkunst.

„Wir machen uns oft nicht klar, welche Kraft in der Sprache mit ihrer Formenvielfalt steckt. Eines ihrer machtvollen Instrumente ist die Literatur. Die Geschichten, die Vielzahl der Figuren und Sichtweisen lassen uns in den Köpfen anderer denken und bereiten uns für die nächsten Schritte vor, hinein in die Realität.
Bettina Hering, Künstlerische Leitung

Zum Programm und zu den Gästen des Festivals erklärt Hering: Die Hoffnungsträger*innen kommen aus vielfältigen Bereichen der Kultur und Wissenschaft. Neben szenischen Formaten greift das Festival immer wieder aktuelle Diskurse auf. Hering: „Wir machen uns oft nicht klar, welche Kraft in der Sprache mit ihrer Formenvielfalt steckt. Eines ihrer machtvollen Instrumente ist die Literatur. Die Geschichten, die Vielzahl der Figuren und Sichtweisen lassen uns in den Köpfen anderer denken und bereiten uns für die nächsten Schritte vor, hinein in die Realität. Sechs intensive Festivaltage bedeuten Kulturgenuss und Aktivierung in jeder Hinsicht. Ich wünsche mir, dass dieses Programm auch Mut macht, uns für eine menschliche und gerechte Gesellschaft zu engagieren. Denn das ist meine tiefe Überzeugung: Das Wort versetzt – in der Tat – Berge.“

Zum Line-up gehören Friederike Becht, Timo Brunke, Doris Dörrie, Ebow, Kaleb Erdmann, Maria Happel, Ilona Hartmann, Felix Klare, Burghart Klaußner, Dirk von Lowtzow (Tocotronic), Leslie Malton, Simon Meier-Vieracker, Kimsy von Reischach, Christiane Rösinger, Mithu Sanyal, Albrecht Schrader, Walter Sittler, Katharina Stark, Ernst Strouhal, Enno Trebs, Peter Wawerzinek und Angela Winkler.

Zugleich setzt das Festival bewusst auf die Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus der lokalen freien Szene und bietet ihnen Raum für eigens entwickelte Produktionen.
Neben ernsten gesellschaftlichen Themen widmet sich das Festival auch heiteren und glanzvollen Stoffen. Mit einer Revue und einer Lesung verneigt es sich vor zwei weiblichen Ikonen, die in diesem Sommer 100 Jahre alt geworden wären: Marilyn Monroe und Ingeborg Bachmann. Zu den außergewöhnlichen Formaten zählt außerdem ein sechsstündiger Lesemarathon zu einem Gipfelwerk der Weltliteratur, das wie kaum ein anderes zum Motto „Hoffnung verlangt nach Handlung“ passt: Miguel de Cervantes’ Don Quijote von der Mancha.
Die Festivaleröffnung steht unter dem Motto „Hoffnung verlangt nach Handlung“. Mitwirkende sind Felix Klare, Friederike Becht, Mithu Sanyal, die Gauthier Dance JUNIORS, Jule Hölzgen und Orlando Schenk. Hinzu kommt ein eigens für das Festival zusammengestellter Sprechchor unter der Leitung von Timo Brunke. Leonie Klein übernimmt das Schlagzeug, Kimsy von Reischach, bekannt aus MTV und der Harald Schmidt Show, moderiert den Abend.
Spielorte: Schauspiel Stuttgart, Im Wizemann, das Theaterhaus Stuttgart, das Literaturhaus Stuttgart, der Hospitalhof Stuttgart, das Kammertheater, der Württembergische Kunstverein und das Hotel Silber.
Mehr zum Programm unter: www.spoken-arts-festival.de
Über die Akademie für gesprochenes Wort – Uta Kutter Stiftung
Die 1993 von Prof. Uta Kutter gegründete Akademie für gesprochenes Wort hat sich der Förderung von Sprache und Dichtung als Live-Erlebnis verschrieben. Sie vermittelt die Kultur der freien Rede, des Dialogs und der Diskussion und richtet ihren Fokus insbesondere auf die Sprech- und Vortragskunst. Zum Kulturangebot gehören: künstlerische Programme, die häufig vom Sprechensemble der Akademie entwickelt und aufgeführt werden, Seminare und Vortragsreihen, die Biennale Internationale Stuttgarter Stimmtage sowie das SPOKEN ARTS FESTIVAL.
Mehr unter: www.gesprochenes-wort.de